Das Acanto – Eine Eventlocation schreibt Geschichte

Seit knapp drei Jahren betreiben wir nun das ACANTO. Freie Termine werden immer seltener und das ACANTO begeistert zahlreiche Gäste. Die Atmosphäre unter dem Kreuzgewölbe weckt Assoziationen, die wir selbst kaum einordnen konnten. Also sind wir der Geschichte auf den Grund gegangen und haben Bemerkenswertes erfahren.

Die königliche Reitschule



Der Vahrenwalder-Park neben dem ACANTO war früher das Zentrum einer königlichen Reitschule. Der Hitler-Attentäter Claus Schenk Graf von Stauffenberg, bekannte Offiziere und angesehene Kavaliere wurden dort ausgebildet und prägten das Stadtbild. Nicht ohne Grund tragen die Straßen in der Umgebung Namen wie Krieger-, Husaren- oder Dragonerstraße. Das Militär-Reit-Institut wurde von Wilhelm Meyer-Förster 1903 als das “beste und berühmteste Reitgelände der Monarchie“ bezeichnet. Sie sei “das Paradies der Kavallerie-Offiziere, und was Heidelberg für die Studenten, das ist Hannover mit seiner Militärreitschule für die Leutnants.“.

Stauffenberg im Acanto



Heute gibt es nur wenige der Militär-Gebäude, da die Gegend ein beliebtes Angriffsziel im zweiten Weltkrieg war. In einem Teil des linken Flügels, steht seit 1876 ein unversehrter Reitstall mit einem eleganten Kreuzgewölbe. Etwa 50 Jahre lang wurden viele gut trainierte Pferde in dem imposanten Gebäude gehalten. Auch Claus Schenk Graf von Stauffenberg hielt und pflegte seine Stute „Jagd“ im dem Gebäude. Es ist das heutigen ACANTO, das nur wenige Meter von Staufenbergs Wohnort (Lister Kirchweg) entfernt lag. Diese Tatsache regt zu einem spannenden Gedankenspiel an, das wir Mitarbeitern nicht loswerden: „Wie sah es hier vor über 100 Jahren aus?“, „Hat Stauffenberg hier seinen Attentat gegen Hitler geplant“ und vieles mehr schießt einem durch den Kopf, wenn man durch das Gebäude an der Dragonerstraße geht.

Dagmar Hubers exklusive Diskothek



Eine lange Zeit stand das Gebäude leer. 1996 entdeckte die legendäre Gastronomin Dagmar Huber den ehemaligen Reitstall und erkannte das Potenzial der Räume. In Anlehnung an die mallorquionischen Edel-Bards „Abacco“ und „Abacanto“, sollte in diesen Räumen das ACANTO entstehen. Dagmar Huber hatte große Pläne. Eine hochwertige Bar und Diskothek mit exklusivem Publikum. Bis zu ihrem Tod im Jahr 2000 hatte sich das ACANTO ihren Vorstellungen entsprechend in Hannover etabliert. „Sie hat den Laden nicht nur konzipiert und entstehen lassen, sondern mit viel Liebe zum Detail zum Leben erweckt“ erinnert sich Frank Ochotta, der ein guter Freund der Verstorbenen war und das ACANTO als Betreiber bis 2009 nach ihrem Tod weiterführte. Zahlreiche Gäste, Veranstalter und Prominente besuchten das ACANTO und machen es zu „einer der exklusivsten Clubs der Stadt“ (BILD 2009)

Trend ID Eventlocation



Im Mai 2015 übernahmen wir, die Trend ID GmbH, das ACANTO. Die eleganten Kronleuchter hängen immer noch von der gewölbten Decke und strahlen auf den mallorquinischen Terracotta-Boden. Während umfangreicher Sanierungs- und Modernisierungsarbeiten haben wir den Stil des ACANTO kaum verändert. Wir haben das Konzept inhaltlich neu definiert, indem wir die große Bar in der Mitte des Saales entfernt haben. Das ACANTO sollte nicht länger eine Diskothek, sondern eine Eventlocation sein. Hochzeiten, Firmenfeiern, Tagungen, öffentliche Partys und vieles mehr ist dank der freigelegten Fläche im ACANTO möglich. Neue Toiletten, praktische Raumteiler, eine neue Terrasse, eine Geräteschuppen mit diversem Mobiliar, ein Beamer mit Großbildleinwand, eine Kling und Freitag Tonanlage mit Delay Line, neue Lichter, Thekenelemente, eine neue Garderobe, eine Eventbüro, eine Künstlergarderobe, Aussenbepflanzung und vieles mehr haben die ehemalige Diskothek, ehemalige Fabrik und den ehemaligen königlichen Reitstall zu einer multifunktionalen Eventlocation gemacht.

Geschichte schreiben



Heute blicken wir in die Vergangenheit und begreifen was es ist, das wir in den Räumen spüren. Alte Fassaden erzählen die Geschichte eines rasant wachsenden Stadtteils ab 1874. Es ist die Geschichte von Menschen wie Claus Schenk Graf von Stauffenberg und die Geschichte eines Weltkrieges, der diese Geschichte fast in Vergessenheit geraten lies. Es ist auch die Geschichte einer stilvollen Gastronomin, die ihr Herzblut in das ACANTO gesteckt hat.

Wir sind froh Teil dieser Geschichte zu sein und mit Veranstaltern, Hochzeitspaaren und Firmen gemeinsam eine neue Geschichte zu schreiben.